[b]Vor noch gar nicht allzu langer Zeit gab es die zwei Alternativen: Vertrag mit monatlicher Grundgebühr oder Prepaid. Spätestens seit Sie auch bei Kaffeeröstern Handys kaufen können, hat sich das grundlegend geändert. Wir fragen daher:
Für wen ist ein Vertrag aktuell noch sinnvoll?[/b] Verträge weisen Tücken auf, die vielen Handykäufern oft erst nach Abschluss klar werden. In der Regel läuft ein Vertrag über 24 Monate, das bedeutet: Wenn Sie eine Grundgebühr von 9,95 Euro pro Monat zahlen müssen, schaukeln sich die Kosten in zwei Jahren auf knapp 240 Euro hoch – und dabei haben Sie bisher nicht eine Minute telefoniert.
Die Netzbetreiber und Provider locken daher die Kunden mit den bekannten Ein-Euro-Angeboten, das meint: Ein aktuelles Top-Handy für einen Euro, dafür zwei Jahre Vertragslaufzeit. Je nach Anbieter kann es aber durchaus günstiger sein, sich das Handy beim Händler vor Ort oder über das Internet selbst zu beschaffen und einen Vertrag ohne Handy abzuschließen. Diese Verträge ohne subventioniertes Handy sind, meist mit einer geringeren Grundgebühr (oftmals um bis zu 50 Prozent reduziert), deutlich günstiger. In den 1990er Jahren war die Mehrzahl der Handynutzer über viele Jahre Kunde bei einem Netzbetreiber. Dies lag auch an den hohen Subventionen, die von den Netzbetreibern für den Kundenerhalt bezahlt wurden. Da konnte es durchaus sein, dass Sie nach Ablauf der zwei Jahre erneut ein mehr als ordentliches Gerät für nur einen Euro gewissermaßen geschenkt bekommen haben. Heute zeigen sich die Anbieter aber meist knauserig, so dass sich nach Ablauf der ersten zwei Jahre ein Vertrag noch viel weniger positiv im Geldbeutel niederschlägt. Was spricht dann noch für einen Vertrag? In erster Linie der Service. Gerade Geschäftskunden und Vieltelefonierer werden auch künftig nicht darauf verzichten können und wollen, dass ihnen eine (oft kostenfreie) Hotline zur Verfügung steht. Ein Vertrag kann auch nützlich sein, wenn Sie nicht nur telefonieren möchten, da die Anbieter z.B. für den E-Mailversand für Vertragskunden meist interessante Zusatzoptionen anbieten. Fazit: Für einen Handyvertrag spricht in erster Linie der Service sowie die in Vielzahl angebotenen Tarifoptionen. Der „Normalnutzer“, der etwas telefoniert und eine Reihe Kurznachrichten verschickt, kann darauf in der Regel verzichten. Weitere Informationen zum Thema Vertrag, Prepaid und Tarifberatung erhalten Sie bei Vieraugen.com. Michael Ambros, 11. Dezember 2006