Wie die „Berliner Zeitung“ berichtet, war ein 61-Jähriger am Dienstagabend vergangene Woche mit Brustschmerzen an einem Bahnhof im verschneiten Gleisbereich zusammengebrochen. Der Mann konnte am Handy seinen Standort nicht mitteilen. Daher beantragten Beamte beim Mobilfunkanbieter die sofortige Ortung des Mannes. Zum Glück konnte der stark alkoholisierte Mann rechtzeitig gefunden werden, bevor ihm etwas Schlimmeres passieren konnte. Er wurde sofort in ein Krankenhaus eingeliefert.
Wie die Zeitung weiter berichtet, war der 61-Jährige von Dresden nach Berlin unterwegs. Eigentlich sollte er von seiner Ehefrau am Hauptbahnhof abgeholt werden. Sie alarmierte die Polizei, als er nicht kam. Der Mann sagte zu seiner Frau am Telefon, dass er aufgrund von Schmerzen anderswo ausgestiegen sei. Zunächst suchten Beamte und ein Hubschrauber vergebens nach dem Mann. Erst die Handy-Ortung führte die Beamten zum Verletzten.
Dieser Fall zeigt, wie wichtig eine Handyortung sein kann. Sicherlich ist es so, dass mit dieser Technik sehr behutsam umgegangen werden muss, da hier auch Gefahren festgehalten werden müssen. Aber das ist bei fast allen Techniken so, die in den letzten Jahren auf den Markt gekommen sind. Doch die
richtige Anwendung der Handyortung kann eben auch ein Menschenleben retten.
Die Abfrage von Funkzellen in Berlin stieg einem Bericht des „
Tagesspiegels“ zufolge kontinuierlich von 355 im Jahr 2009 auf 541 im vergangenen Jahr. Daher wollen vor allem die Piratenpartei und die Linkspartei Klarheit darüber, was mit diesen Daten passiert und ob die Betroffenen zurecht „auspioniert“ wurden.