Gegenüber dem Portal „Golem.de“ sagte Innenminister Uwe Schünemann (CDU) in einer Antwort auf eine Anfrage zweier Politikerinnen der Linkspartei: „Die
Polizei in Niedersachsen nutzt zum Versenden von 'stillen SMS' den
Server eines privaten Anbieters von Telekommunikationsdienstleistungen."
Der Ruf der Handyortung ist immer noch schlecht. Daher wurde Schünemann vom Anbieter um Vertraulichkeit gebeten, da er bei Bekanntwerden seiner „Dienstleistungen" mit erheblichen Nachteilen rechnen müsse, so der Politiker weiter. Der Innenminister wollte sich nicht dazu äußern, wie viele stille SMS überhaupt versendet wurden. Schünemann erklärte nach Angaben des „Spiegel“, dass die derzeit „zum Versand von Ortungsimpulsen genutzte Software“ die Anzahl von der versendeten „stillen SMS" nicht generieren könne. Zudem erklärte das Landesinnenministerium, dass der Einbau eines Zählers „Kosten in Höhe von 80.000 Euro verursachen" würde. Die so genannten „Stille SMS“ werden nicht angezeigt, allerdings steht das adressierte Handy in Kontakt mit dem nächstgelegenen Funkmast.
Aller Kritik zum Trotz zeigte nun ein Fall aus Abensberg, wie wichtig eine Handyortung sein kann. Denn ein 19-Jähriger konnte nach dem
Diebstahl eines iPhones kurz nach der Tat festgenommen werden, wie das „Wochenblatt“ berichtet. Der 19-jährige Neustädter konnte das iPhone aus einer Jacke entwenden. Doch der Geschädigte ließ sein
Handy orten und die Polizei konnte 15 Minuten nach dem Diebstahl den Neustädter lokalisieren. Die Beamten konnten bei der Durchsuchung des jungen Mannes das gestohlene iPhone in seiner Hosentasche finden.