Schlechte Nachrichten vom US-Handybauer Motorola. Das Unternehmen gab am Donnerstag eine Gewinnwarnung heraus und war damit maßgeblich an den hohen Tagesverlusten der Börsen beteiligt. Grund für die aktuelle Krise, der 3500 Mitarbeiter des Unternehmens zum Opfer fallen, ist ein „Kreativitäts-Tief“. Motorola ist es nicht gelungen, ein „Handy der nächsten Generation“ zu entwickeln, das die Kunden ebenso überzeugt wie einst das Razr.
Das Erfolgsmodell hat sich seit 2004 über 75 Millionen Mal verkauft und ist damit das erfolgreichste Handy aller Zeiten – nicht nur für Motorola.
Durch Erfolge mit der Razr-Serie war Motorola dem Weltmarktführer Nokia auf die Pelle gerückt. Einziges Problem: Der Erfolg wurde mit einer Tiefpreispolitik erkauft. Während Nokia und die anderen Hersteller ihre Designhandys stark höherpreisig verkauften, war das Razr schon für weniger als 200 Euro zu haben. Diese Strategie hat sich nun als misslich erwiesen. Der Motorola-Konzern wird das Jahr zwar nach Analystenmeinungen dennoch mit einem Gewinn abschließen, zu verdanken ist dies aber den anderen Sparten des Unternehmens. Neben Mobiltelefonen produziert der US-Konzern zudem Modems, Walkie-Talkies und weitere Kommunikationstechniken. SMS-Lotse meint: Es reicht heute nicht mehr, nur eine gut funktionierende Produktserie im Programm zu haben. Interessierte werden es wissen: gemeint ist Motorolas Razr-Serie. Darüber hinaus haben wir von den Amerikanern aber wenig Innovatives gesehen, naja vielleicht bis auf das Smartphone Motorola Q, dessen Einführung in Europa aber immer wieder verschoben wird. Johannes Michel, 24 März 2007. Quelle: Welt.de