Derzeit rittern mehrere Standards um den erfolgreichen Markteintritt in Deutschland: Während die großen Netzbetreiber (Vodafone, T-Mobile, E-Plus und O2) auf DVB-H setzen, probiert debitel es mit DMB (Digital Multimedia Broadcasting), wo relativ günstige Technik aus dem DAB-Radiobereich verwendet wird. DVB-H dagegen benötigt mehr Investitionen und ist vorläufig nur in Ballungszentren wie Berlin, Hamburg, Hannover und München verfügbar. Der Vorteil des neuen Handy-TV gegenüber den derzeit oft angebotenen Streaming-Varianten: Es ist eine unbegrenzte Anzahl von Zusehern möglich und die Provider müssen nicht das entstehende Datenvolumen an die Kunden weiterverrechnen. Mangelware sind zurzeit noch passende Endgeräte: Bereits erhältlich ist das Samsung SGH-P920 Klapptelefon, bei dem das Display SMS Lotsegedreht werden kann. Es liefert eine wirklich ausgezeichnete Bildqualität. Das leistungsfähige Nokia N92 kommt demnächst auf den Markt und bietet einen relativ guten Empfang bzw. eine brauchbare TV-Akkulaufzeit (mehr als fünf Stunden!). Außerdem benötigt es keine externe Antenne, was sicherlich einen großen Vorteil darstellt. Generell liegt aber gerade bei der Übertragung des Fernsehsignals im Augenblick noch die größte Schwachstelle beim Mobil-TV. Wann weitere Handymodell für DVB-H bzw. DMB auf den Markt kommen, steht derzeit noch nicht fest, zahlreiche Hersteller haben lediglich Vorserienmodelle präsentiert. Autor: Michael Ambros