Im Jahre 1898 beginnt Daniel Plainviews (Daniel Day-Lewis) Karriere als „Ölmann“: mit einem untrüglichen Gespür für Stellen, an denen Öl zu finden ist und wie...
... man es am Besten zu Geld machen kann, reist Daniel zusammen mit seinem Adoptivsohn H.W. durch New Mexico und baut sich mit mehreren Bohrstellen ein kleines Unternehmen auf. 1911 kommt eines Nachts ein junger Mann zu Daniel, der sich als Paul Sunday (Paul Dano) vorstellt und Daniel den Tipp gibt, das Land der Sundays zu kaufen, da es dort Öl gebe. Daraufhin reist Daniel nach Kalifornien in das kleine Dorf Little Boston und bietet Pauls Vater und seinem Zwillingsbruder Eli (ebenfalls Paul Dano) an, deren Land für 5000 $ zu kaufen und damit Elis Kirche der Dritten Offenbarung zu unterstützen. Doch als Daniel erst angefangen hat, nach Öl zu bohren, denkt er nicht im Geringsten daran, Eli das Geld für die Kirche zu geben, und es kommt zu einem ewigen Machtkampf zwischen Eli und Daniel um die Vorherrschaft in Little Boston. Paul Thomas Andersons (Magnolia, Boogie Nights) neuer Film There Will Be Blood zeichnet sich vor allem durch die hervorragenden schauspielerischen Leistungen von Daniel Day-Lewis (Gangs of New York) und Paul Dano (Little Miss Sunshine) aus. Day-Lewis, der für diese Rolle neben vielen anderen Preisen auch den Golden Globe und den Oscar als bester Hauptdarsteller bekommen hat, schafft es, einer antipathischen, verschlossenen Figur derart Leben einzuhauchen, dass man zum Schluss keineswegs nur Mitleid, sondern auch Respekt vor Daniel Plainview hat. Paul Dano, der eigentlich nur für den Part des Paul Sunday gecastet wurde und erst kurz vor Drehbeginn von Regisseur Anderson auch für die Rolle des Eli besetzt wurde, erweist sich dabei als kongenialer Partner. Allerdings bleibt das Epos für eine Charakterstudie zu sehr an der Oberfläche: der Film beschreibt und zeigt mehr, als zu analysieren und ist dafür mit über zweieinhalb Stunden zu lang. Trotzdem ist There Will Be Blood äußerst sehenswert und fesselnd, nicht nur wegen der grandiosen Darsteller sondern auch wegen den (ebenfalls oscarprämierten) beeindruckenden Bildern von Robert Elswit. Bewertung: 7/10 There Will Be Blood Drama, USA 2007. FSK: freigegeben ab 12 Jahren. 158 Minuten. Deutscher Kinostart: 14. Februar 2008. Mit: Daniel Day-Lewis, Paul Dano, Dillon Freasier, Ciarán Hinds, Kevin J. O’Connor u.a. Regie: Paul Thomas Anderson. Lena Stadelmann für SMS-Lotse.de