Mit 15 schrieb Christopher Paolini seinen Fantasy-Roman Eragon. Mit 20 konnte er ihn bei einem großen Verlag veröffentlichen und so wurde das Buch (als erster Teil einer Trilogie, der zweite ist bereits erschienen) zum Bestseller. Mit dem Regiedebüt des Effektespezialisten Stefen Fangmeier (Terminator 2, Jurassic Park) liegt nun die Verfilmung vor.
Der Bauernjunge Eragon aus dem Lande Alagaësia sieht sich als Erbe der längst ausgestorbenen, legendären Drachenreiter auserkoren. Gemeinsam mit den Varden, tapferen Widerstandskämpfern, soll er den Kampf gegen den tyrannischen König Galbatorix aufnehmen. An den Anleihen Paolinis bei Herr der Ringe und Star Wars liegt es nicht, dass der Film nicht überzeugen kann. Es werden zwar sehenswerte Effekte und ein paar schöne Landschaftsaufnahmen präsentiert, doch die vier Drehbuchautoren haben das Buch anscheinend nicht gelesen und so nur eine hingeschluderte Collage einiger Best-Of-Szenen verfasst. So wirkt das ganze Werk oberflächlich, weil wegen der kurzen Laufzeit von 104 Minuten von Szene zu Szene gehetzt wird. So können die Schauspieler, darunter erstklassige Mimen wie Jeremy Irons oder John Malkovich nichts aus ihrer Performance herausholen, da keinerlei Charakterentwicklung vorhanden ist. Mit Sängerin Nena, die der Drachendame Saphira in der deutschen Fassung die Stimme leiht, hat man noch einen kleinen Nerv-Faktor. Spannend ist das ganze auch nicht und so bleibt der Unterhaltungsfaktor eher gering, wenn er auch vorhanden ist. Bewertung: 4/10 Fantasy USA 2006. Mit Edward Speleers, Jeremy Irons, Sienna Guillory, Robert Carlyle, John Malkovich u.a. 104 Minuten. FSK 12. Marius Joa (Vieraugen Kino) für SMS-Lotse