1959 wird George Reeves (Ben Affleck), Hauptdarsteller der beliebten Fernsehserie „Superman“, mit einer Kugel im Kopf in seinem Haus aufgefunden. Die Umstände blieben ungeklärt, der Fall wurde zum einem ungeklärten Rätsel Hollywoods. Regisseur Allen Coulter lässt in „Die Hollywood-Verschwörung“ Privatschnüffler Louis Simo (Adrien Brody) den Fall aufrollen und erzählt parallel die Geschichte vom langsamen Scheitern des Schauspielers. Vom Titel „Die Hollywood-Verschwörung“ verspricht sich der Zuschauer einen großen Kriminalfall.
Doch darum geht es Allen Coulter gar nicht. Vielmehr erzählt er mit ruhiger Hand von gescheiterten Existenzen und dem hohlem Glamour in „Hollywoodland“, wie der wesentlich passendere Originaltitel lautet. Es ist mal wieder ganz nett, den eher auf Popcornkino abonnierten Ben Affleck in einer Rolle mit Tiefgang zu sehen, und Adrien Brody gehört zu den seltenen Darstellern, die eigentlich jeden Film grundsätzlich aufwerten, in dem sie mitspielen. Dass sich der Film um eine klare Auflösung des Mordfalles drückt, erweist sich nach einigem (längerem) Nachdenken eher als Pluspunkt. Am ehesten kann man Allen Coulter noch die Längen vorwerfen, die sein Film über weite Strecken aufweist. Trotzdem: Je länger man sich den Film durch den Kopf gehen lässt, desto besser gefällt er. Fazit: Langatmig, aber durchdacht. Bewertung: 7/10 Noir-Thriller USA 2006. Regie: Allen Coulter. FSK 12. 126 Minuten. Mit Adrien Brody, Diane Lane, Ben Affleck, Bob Hoskins u.v.a. Sarah Böhlau (Vieraugen Kino) für SMS-Lotse