Kurz vor dem Angriff der USA auf die japanische Pazifik-Insel Iwo Jima im Jahr 1944 bekommen die dort stationierten Truppen einen neuen Kommandeur, General Tadamichi Kuribayashi (Ken Watanabe). Dieser verwirft die bisherigen Strategien und befiehlt den Bau von Stollen, um den technisch und zahlenmäßig überlegenen Amerikanern standhalten zu können. Aus dem taktischen Angriff der Amerikaner wird deshalb eine wochenlange Schlacht, die das Leben fast aller japanischen und vieler amerikanischer Soldaten kostet. Clint Eastwood legt mit dem zweiten Film seines Großprojekts einen atmosphärisch dichten Film vor, der mehr Wert auf philosophisch-ethische Fragen als auf den Kampfaspekt legt.
An drei Einzelfiguren zeigt Letters from Iwo Jima den Widerstreit von japanischem Kampfethos und Überlebenswillen mit unterschiedlichen Auswirkungen. Der komplett auf Japanisch gedrehte Film, der nur mit Untertiteln gezeigt wird, ist im Gegensatz zu Flags of our Fathers chronologisch erzählt und zeigt bis auf einige Rückblenden nur das Geschehen auf der Insel. Die Kampfszenen werden dabei jedoch so dezent gehalten, dass das Ekelgefühl nicht strapaziert wird und der Zuschauer nicht abstumpft, sondern bis zum Schluss Anteil am Schicksal der Figuren nimmt. Bewertung: 8/10 Kriegsdrama, USA 2006. Regie: Clint Eastwood. 141 Minuten. FSK: ab 16. Mit: Ken Watanabe, Kazunari Ninomiya, Ryo Kase, Tsuyoshi Ihara, Shido Nakamura, Hiroshi Watanabe, Takumi Bando u.v.a. Lena Stadelmann (Vieraugen Kino) für SMS-Lotse