Aber endlose Warteschleifen, regelmäßige Modemabstürze und unwillige Service-Mitarbeiter sind kein rein deutsches Problem. Auch unsere südlichen Nachbarn in der Schweiz haben ihr Kreuz zu tragen. Auf dem dortigen Markt ärgert man sich wohl des öfteren über den Service von Cablecom. Wie der Name „Cablecom“ bereits nahe legt, ist dies der größte Anbieter von Kabelfernsehen in der Schweiz, der auch im Bereich von Digital-TV, Pay-TV und Movie-on-Demand aktiv ist. Seit 2004 macht sich Cablecom zudem in der Telekommunikationsbranche einen Namen, auch Internet und Festnetz sind über Cablecom zu bekommen. Nicht einfach also für einen Schweizer Haushalt, so ganz um Cablecom herumzukommen. Und scheinbar hat sich der Anbieter schon einiges von der Kundensympathie verscherzt. Ein böser (aber witziger) Artikel in einem Schweizer Online-Magazin erklärt Cablecom gar zum „Feindbild der Nation“. Nach dieser Lektüre kommen einem die Servicekräfte der deutschen Telekom im Vergleich dazu vor wie Juan Mann und sein „Free Hug“ Schild. Nach einem Blick auf die Website von Cablecom scheint dann aber doch nicht alles ganz so düster zu sein: Mit einem Festnetzanschluss und dem dazugehörigen Abo von Cablecom kann man immerhin auf die Billigangebote des Anbieters zugreifen: Für 5 Franken im Monat kann man online gehen und mit 250 Kbit/s downloaden – das sind etwa 2,42 Euro. Vielleicht bleiben wir aber trotzdem lieber telekom-pink anstatt cablecom-rot und freuen uns ab und zu darüber, dass wir die Telekom haben – könnte ja schlimmer kommen.