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SMS-Literatur: Liebe, Geheimnis und Mystery in „SMS aus dem Jenseits“

SMS-Literatur: Liebe, Geheimnis und Mystery in „SMS aus dem Jenseits“



Wo gibt es noch Literatur, die SMS mit einbezieht? Ein Fokus scheint bei Büchern die Zielgruppe zu liegen, die auch die meisten SMS versendet: Teenager. Mit „SMS aus dem Jenseits“ fiel uns noch ein weiterer Jugendroman in die Hände, bei dem Kurznachrichten eine entscheidende Rolle spielen.

Inhalt: Die Schülerin Conny entdeckt auf einem Friedhof die verwitterte Statue einer schönen Frau ohne Namen. Anhaltspunkte gibt nur die geheimnisvollen Inschrift „Meiner einzigen Liebe. Wilhelm“. Conny ist fasziniert und beschließt, die Geschichte der Toten aufzudecken. Direkt neben dem Grab steht die Familiengruft der einflussreichen Familie von Sunderburg, deren gutaussehenden Sohn Robert Conny beim Segeln kennen lernt und aushorcht. Aber ihre Nachforschungen sind nicht ungefährlich, bald bekommt sie drohende SMS zugeschickt:  „Lass die Toten ruhen oder ihre Rache wird dich grausam treffen.“

„SMS aus dem Jenseits“ stammt ebenfalls aus der Feder von Autorin Bianka Minte-König und erscheint in der Reihe „Liebe & Geheimnis“ des Thienemann Verlages. Der Roman ist für Mädchen ab 12 Jahren empfehlenswert. Ein altes Geheimnis, eine verbotene Liebe, eine unerschrockenen Heldin – die Bestandteile für einen spannenden Jugendroman sind da. Wie schon bei „Handy-Liebe“liegt hier ein sehr schön auf die Zielgruppe angestimmter Roman vor, bei dem sich die Autorin Bianka Minte-König sich auffallend gut in die Gedankenwelt sehr junger Mädchen einfühlen kann.
Aber was uns ja eigentlich interessiert: Liegt hier eine erwähnenswerte Rolle der SMS vor, wie es der Titel „SMS aus dem Jenseits“ verspricht? Tatsächlich ist die Tatsache, dass Connys Spurensuche per SMS beendet werden soll, einen Blick wert. Denn: So läuft Einschüchterung im Mobilfunkzeitalter! Die neue Generation und Erpressern und Stalkern bevorzugt offensichtlich das Handy als Kommunikationsmittel zu ihren Opfern. Noch vor zehn Jahren wäre hier auf klassische Drohbriefe zurückgegriffen worden (gerne auch aus Zeitungsschnipseln zusammengeklebt, das verleiht eine so persönliche Note), die Conny dann aber erst beim Nachhausekommen gefunden hätte. Da die einschüchternden Nachrichten stattdessen sofort und ohne Zeitverlust per SMS geschickt werden, verkürzt sich der Handlungsweg. Das Gefühl von Bedrohung steigert sich durch die Tatsache, dass der Unbekannte Connys Nummer weiß und sie scheinbar ständig beobachtet. Da kann man sich wirklich schönere Kurznachrichten vorstellen!

Bild: Bianka Minte-König „SMS aus dem Jenseits“. Stuttgart: Thienemann 2007.
(Sarah Böhlau für sms-Lotse.de)


» Datum: 26.03.2008 » Uhrzeit: 9:45 » Kategorie: Fernsehen » Views: 2141

 
 
 

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